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Ideen für den Lebensraum Stadt: Die urbane Welt ein Stück besser machen

Nicht nur in deutschen Städten gleicht der Gang durch den Park oder die Innenstadt oft einem Gang durchs Minenfeld. Wohl jeder hatte schon mal das unangenehme Gefühl, in etwas weiches, übelriechendes getreten zu sein und ohne hinzusehen zu wissen, was es war. Patentrezepte gegen die Tretminen auf Bürgersteigen und Wiesen gibt es nicht, Strafzettel oder gratis Tütchen helfen meist nur bedingt. Was aber tun, um dem Dreck Herrchen zu werden? Das mexikanische Online-Portal „Terra“ hat sich eine ziemlich ungewöhnliche Idee ausgedacht, um die Millionenmetropole Mexico City ein bisschen sauberer zu machen:

 

In bislang zehn Parks der acht Millionen Einwohner zählenden Stadt wurden Automaten aufgestellt, die für alle Parkbesucher einen W-Lan Zugang freischalten, sobald man Fiffis Hinterlassenschaft einwirft. Je größer das Häufchen, desto länger wird der Zugang freigeschaltet. Praktisch funktioniert das über eine eingebaute Waage, man könnte also auch etwas anderes einwerfen. Was aber zählt ist die Idee hinter „Poo-Wifi“, wie das Konzept heißt – Sorge selbst für ein bisschen Sauberkeit und alle haben was davon!

 

Einen etwas anderen Weg geht man in England. Auf „Fixmystreet.com“ können Bürger z. B. wilde Müllkippen, kaputte Straßenlampen oder Schlaglöcher melden und dann darauf hoffen, dass diese von den Städten und Gemeinden repariert werden. Nach dem gleichen Konzept funktioniert auch „Fixmytransport.com“, nur konzentriert man sich hier auf den öffentlichen Personenverkehr. Nicht eingehaltene Fahrpläne, kaputte oder verdreckte Wartehäuschen oder defekte Fahrkartenautomaten sollen so der Vergangenheit angehören.

 

In Deutschland sind solche städteübergreifenden Lösungen leider kaum zu finden. Bei uns kocht zumeist jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen. Oft gibt es ein- oder zweimal Im Jahr eine medienwirksame Müllsammelaktion oder Bürger und Geschäftsleute können eine Patenschaft für einen Baum oder ein Beet übernehmen. Bei Problemen, Schäden und Dreck stellt sich aber auch immer wieder die Frage der Zuständigkeit und Erreichbarkeit. Ordnungsamt, Stadtreinigung, Stadtgärtnerei – wer für den Satz alter Autoreifen im öffentlichen Blumenbeet zuständig ist, bleibt oft ein Rätsel.

 

Um daran etwas zu ändern entwickelt NUFARI derzeit mit „Sauberstadt“ ein Portal als zentrale Anlaufstelle für Bürger und Stadtverwaltung. Die Idee: ein interaktives Portal zu schaffen, bei dem die Bürger Schäden, Dreck oder sonstige Missstände melden und die Stadtverwaltungen darauf reagieren können: mit Statusberichten über Einträge, Kommentaren oder eigenen Einträgen zum Beispiel zu Baustellen. Der Nutzen: Die Stadt erhält zeitnah Meldungen über wilde Müllkippen oder kaputte Parkbänke – auch ohne ständig Mitarbeiter zu Kontrollgängen auszuschicken – und die Bürger können aktiv und ohne großen Aufwand an der Verschönerung der Stadt mitwirken.

 

Welche kreativen Ideen für eine saubere und schönere Stadt habt Ihr? Was für Aktionen haben Euch besonders gut gefallen oder wo werdet Ihr selbst aktiv?

 

Bildquelle: flickr.de – User: DOS82
 

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Poo-Wifi


Eine hervorragende Idee löst zwei Probleme gleichzeitig. (frei nach Shigeru Miyamoto)

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