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Kreativ unzufrieden

Was kann ich heute tun, um morgen einen großen Schritt weiter zu sein? Eine Kurzanleitung zur produktiven Unzufriedenheit.

 

Schaut man sich die Lebensläufe erfolgreicher Menschen, zum Beispiel Unternehmer und Erfinder an, so stößt man auf eine Gemeinsamkeit: Die meisten dieser Menschen waren häufig unzufrieden mit dem Status quo, haben Negatives nicht einfach hingenommen und haben mit großem persönlichen Einsatz an der Lösung bestimmter Probleme gearbeitet.

 

Diese Einstellung unterscheidet sie von vielen Menschen, die sich zufrieden geben mit dem, was sie sind und was sie erreicht haben. Man verfällt in eine gewisse Bequemlichkeit, um glücklich und zufrieden zu sein. Doch wer nach mehr strebt und Neuartiges erreichen will, der kann auch glücklich unzufrieden sein.

 

In einem Gedicht von Leopold Schefer aus dem 19. Jahrhundert heißt es:

Sei auch mit Frieden unzufrieden, sei
Unruhig stets mit ewiggleicher Ruhe;
Zur Unzufriedenheit erhebe dich;
Du wirst erhaben, wirst du unzufrieden,
Selbst besser wirst du, wirst du unzufrieden

 

Aber wie lässt sich Unzufriedenheit produktiv und kreativ nutzen?

 

Nur wer Gewohntes und Altbewährtes konstruktiv in Frage stellt und sich neuen Ansätzen und Lösungen öffnet, kann aus seiner Unzufriedenheit Energie schöpfen. Wichtig: Aus Unzufriedenheit darf jedoch nicht Resignation werden – schnell entsteht das Gefühl, ein Problem sei unlösbar. Eine klar strukturierte Analyse, Problemdefinition und Aufgabenstellung hilft dabei, nicht in Hektik zu verfallen oder doch wieder bestehende, bekannte Lösungswege einzuschlagen.

 

Jeder Prozess, zum Beispiel zur Realisierung eines Projektes, sollte iterativ aufgebaut sein. Nach jeder Projektphase können Ergebnisse evaluiert, getestet und hinterfragt werden – nicht nur pro forma und oberflächlich, sondern ergebnisoffen – um im Zweifelsfall wieder einen oder mehrere Schritte im Prozess zurückgehen zu können.

 

Und besonders wichtig: Arbeitsalltag und -umfeld sollten so gestaltet sein, dass sie eine kreative Unzufriedenheit fördern – zum Beispiel durch ein heterogenes Team mit unterschiedlichsten Charakteren sowie zeitliche und räumliche Freiheiten. Damit im Arbeitsalltag auch die Zeit bleibt, sich selbst und seine Arbeit zu hinterfragen. Stets mit der wichtigsten Frage im Hinterkopf: „Was kann ich heute tun, damit ich morgen einen großen Schritt weiter bin?“

 

Oder etwas anders ausgedrückt, noch mal nach Leopold Schefer:

Die Unzufriedensten nur sind die größten,
Die edelsten, die frömmsten aller Menschen;
Sie sind den Seligen gleich in schwerer Arbeit,
Sie sind dem Gotte gleich an Himmelsruhe.

 

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