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‚Mein ist Dein’ – wie gemeinschaftlicher Konsum Ressourcen schont

Warum ein eigenes Auto kaufen, wenn man die Kosten für Versicherung, Anschaffung und Co. auch teilen kann? Warum Bücher im Regal verstauben lassen, wenn auch andere sich von der spannenden Geschichte mitreißen lassen könnten? Warum die eigenen Erdbeeren auf dem Balkon pflanzen, wenn man eine deutlich größere Ernte mit anderen teilen kann? Wie der Trend Collaborative Consumption unser Konsumverhalten verändert.

 

Das gemeinschaftliche Nutzen von Ressourcen ist als Collaborative Consumption (kollaborativer Konsum) in den USA schon Jahre lang bekannt und vielseitig angewandt. Im Zuge des gesellschaftlichen Wandels, der zum einen das zunehmende Bedürfnis nach Gemeinschaftlichkeit und zum anderen das Bestreben nach ressourcenschonender Nachhaltigkeitbeinhaltet, ist dieser Trend nun zunehmend auch nach Europa übergeschwappt und im deutschen Konsumverhalten deutlich zu erkennen.

 

Ausgangspunkt dieser Entwicklung ist einerseits die Ressourcenknappheit, die bei den Konsumenten vermehrt den Wunsch aufkommen lässt, diese zu schonen, zu entlasten, alte Gegenstände wiederzuverwerten und ihnen neuen Nutzen zukommen zu lassen. Andererseits spielt die zunehmende Bedeutung des Internets eine entscheidende Rolle. Denn es bietet die perfekte Grundlage, um große Personengruppen kommunizieren und sich austauschen zu lassen – dabei geht es nicht nur um den Austausch von Informationen, Ideen und Meinungen, sondern eben auch um das Tauschen von alten Büchern, Kleidungs- und Sammlerstücken, Autos, Ferienwohnungen u.v.m.

 

Das Kaufen und Verkaufen von ausrangiertem Krimskrams erschöpft sich klassischerweise auf Flohmärkten oder Secondhandläden. Vintage-Shopping wurde aber auch auf den Onlinevertrieb ausgeweitet. Im Netz findet man zahlreiche Plattformen, auf denen Benutzer ihre alten Lieblingsstücke, die nicht mehr passen oder doch nur Platz im Regal einnehmen, in die Hände von neuen Besitzern geben. So können z.B. auf commonvintage Kleider untereinander getauscht oder auch gekauft werden. Ähnlich sind die Ideen und Umsetzung von maedchenflohmarkt oder netcycler wo auch munter getauscht, verkauft und gekauft werden kann.

 

Ein wenig ungewöhnlicher sind Ideen wie Gemeinschaftsgärten, die besonders in Großstädten immer mehr Anklang und Teilnehmer finden. o-pflanzt-is und prinzessinnengarten sind Beispiele aus München und Berlin für gemeinschaftliches Urban Gardening (städtisches Gärtnern). Diese  unterscheiden sich von den herkömmlichen Schrebergärten dadurch, dass es keine Zäune, Hecken und kein „Das ist mein, das ist dein“ gibt, sondern dort alle alles zusammen und gemeinschaftlich bepflanzen, versorgen und ernten.

 

Im Zusammenhang dieses gemeinschaftlichen Nutzens sind auch Ideen wie Carsharing und Bikesharing entstanden, die in vielen deutschen Städten genutzt werden und nicht nur für Touristen gedacht sind, sondern vor allem den Bewohnern selber angeboten werden. Bestes Beispiel ist tamyca – Plattform für privates Carsharing.

 

Mittlerweile greifen auch immer mehr Reiselustige auf Webseiten wie airbnb oder haustauschferien zurück, um eine Unterkunft für den Urlaub zu finden. „Sich wie zu Hause fühlen . . . überall auf der Welt“ ist dabei der Leitsatz. Die Mitglieder sind in weit über einhundert Ländern der Welt verteilt und stellen ihre Häuser, Wohnungen, Yachten, Baumhäuser etc. zum Tausch zur Verfügung oder heißen Gäste mit großer Gastfreundlichkeit willkommen. Somit werden der herkömmliche Hotelurlaub und Touristenansammlungen umgangen, geboten wird hingegen ein schönes Zuhause auf Zeit inmitten des lokalen, normalen Lebens mit Insiderwissen und Urlaubstipps.

 

 

Bildquelle: flickr.de - User: Derek Severson

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Ein gutes Beispiel für


Ein gutes Beispiel für KoKonsum ist aber auch autonetzer.de.

LG

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